My so-called Luck

Ein Blog, der all den kleinen inspirierenden Dingen des Lebens gewidmet ist.

Page 2 of 145

Orientalischer Dip … mit Summach!

Mmmmh, lecker: Orientalischer Dip mit Summach. Bild von Franzi.

Kennt ihr Sumach? Das fruchtig säuerliche Gewürz wird vor allem in der türkischen Küche verwendet und ist durch den britischen Kochbuchautor Yotam Ottolenghi bekannt geworden. Mir ist es in letzter Zeit immer wieder in verschiedensten Rezepten begegnet. Man bekommt das rosarote Gewürz zum Beispiel bei türkischen Obst- und Gemüsehändlern. Jetzt habe ich es endlich ausprobiert – in einem leckeren orientalischen Dip.

Rezept:

Zutaten:

100 g Tahin (Sesampaste), 500 g Joghurt, 1 Knoblauchzehe (mit der Knoblauchpresse zerdrückt), 2 TL Sumach, Salz, 300g geröstete Paprika (aus dem Glas), 1 EL Frühlingszwiebeln (gehackt), etwas Sesamöl.

Zubereitung:

Tahin, Joghurt, Knoblauch, Sumach und Salz in einer Schüssel mischen und glatt rühren. Mit Paprikafilets und gehackten Frühlingszwiebeln dekorieren. Mit Sesamöl beträufeln.

Mit Fladenbrot, Crackern oder Gemüsesticks servieren.

Habt eine schöne Woche voller Momente zum Genießen :)!

Auf meiner Playlist 6-18!

Es ist nicht mehr abzustreiten: Der Sommer ist tatsächlich da! Jetzt kommt die Zeit der lauen Abende unter freiem Himmel, die Zeit für Eisschlecken bei Sonnenschein und Dirty Dancing im Freiluftkino. Der passende Soundtrack dazu könnte wie die folgenden drei Songs klingen…

Viel Spaß beim Reinhören!

I Don’t Know von Paul McCartney:

Für laue Sommernächte unterm Sternenhimmel mit rotweinseeligen Gesprächen.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=aef2eV7GmQw

 

Asshole Pandemic von Pkew Pkew Pkew:

Für wilde Diskonächte (okay, die gibt’s bei mir eher nicht mehr – aber tanzen kann man auch im Wohnzimmer).

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?time_continue=23&v=AjXop4wXsw0

 

Hot Summer von Gurr:

30°C im Schatten, ein Eis in der Hand und viel freie Zeit für alles was man liebt – ein perfekter Song für einen perfekten Sommertag.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=Bj1dVGT3vxQ

Momentaufnahmen meines Lebens!

Lieblingsarbeitsweg, Teil I. (Hamburg: Hoheluft, 30. Mai 2018)

Der Juni ist fast um, der Sommer ist offiziell da und – auch wenn sie sich heute gut versteckt – die Sonne hat Hamburg in den letzten Wochen überdurchschnittlich oft gewärmt. Es wird Zeit kurz inne zu halten und zurückzudenken an all die kleinen besonderen Momente des letzten Monats: Ich war nicht ganz so viel unterwegs wie sonst. Trotzdem ging es von Hamburg aus nach Bielefeld, Osnabrück und Rostock. Der Erschöpfungsgrad war oft hoch, nichtsdestotrotz blieb Zeit zum Durchatmen, Spielen, Genießen und für meine Freunde. Hier kommen sie, die Momentaufnahmen meiner letzten vier Wochen…

Ich wünsche Euch einen wundervollen Start in die neue Woche – gefüllt mit vielen kleinen Glücksmomenten.

Diesen Spiel mit J. – jedes Mal :). Die Tiere zu den Tieren, die Autos zu den Autos. (Osnabrück, 03. Juni 2018)

Zurück in Hamburg: Sonntags-Käffchen bei tōrnqvist in der Schanze. (Hamburg, 3. Juni 2018)

Lieblingsarbeitsweg, Teil II. (Hamburg: Hoheluft, 6. Juni 2018)

Hamburg unter Palmen. (Hamburg: Park Fiction, 8. Juni 2018)

Eine erste pinke Blüte, die mich an einen besonderen Menschen erinnert hat. (Hamburg, 9. Juni 2018)

Schon fast eine Tradition: Ein Abend auf dem Holstenbrauerei Fest. (Hamburg, 9. Juni 2018)

Nach einem anstrengenden Tag die Feststellung: Rostock hat sehr schöne Ecken. (Rostock: Warnowufer, 11. Juni 2018)

Runterkommen: Einmal im Monat bei der Thaimassage. (Hamburg: Rose’s Thai Organic Spa)

Kathrin Weßling: Super, und dir?

©Bild: Franzi.

Manche Bücher wagen es, das Leben zu erzählen, wie es ist. Zum Glück hat Kathrin Weßling mit Super, und dir? so ein Buch geschrieben.

Idee des Buchs:

Marlene ist 31 Jahre alt und startet gerade beruflich richtig durch – nun ja, sie hat zumindest eine Art super Trainee-Stelle als Community Managerin für einen Konzern, den jeder kennt. Einen tollen Freund hat sie auch. Allerdings sieht sie den nicht mehr so oft, weil sie ständig arbeitet oder sich auf irgendwelchen sozialen Events rumtreibt, bei denen man für den Konzern eben dabei sein muss. Um durchzuhalten hat Marlene ihre eigenen Mittel – in Tablettenform und später auch in Form von weißem Pulver. Doch verträgt sich dieses Leben auf lange Zeit mit ihrer Beziehung, ihrem Job und ihrer (geistigen) Gesundheit? Kathrin Weßling nimmt ihre Leserinnen und Leser auf eindrucksvolle Art mit in den Strudel, der aus einem hochmotivierten, lieben Mittelstandsmädchen einen Junkie am Rande der Existenz werden lässt.

Was ist besonders toll an dem Buch?

Kathrin Weßling erzählt unbarmherzig da weiter, wo andere Autoren Schluss machen: Die sogenannte “Generation Y” ist auch bei ihr cool, erfolgreich, macht Party, hat Spaß und ist trotzdem hochmotiviert. Aber Kathrin Weßling geht weiter. Sie zeigt deutlich und knallhart wie beschissen die Realität oft aussehen kann: Unterbezahlte Jobs ohne Wertschätzung, die die Seelen auffressen und eine Partygesellschaft, die scheinbar leicht und unbeschwert ist, in Wahrheit aber doch die Seelen einer jungen Generation mit chemischen Substanzen zerfrisst.

Ich würde gerne behaupten, dass das ein Buch ist, das mit seinen Übertreibungen eine Warnung sein soll. Leider habe ich dafür schon zu viel gesehen und erlebt. Dieses Buch ist die schonungslose Darstellung, eines Lebens, das für eine ganze Generation bittere Realität ist. Ein Buch, vor dem ich meinen Hut ziehe. Chapeau Frau Weßling :).

Habt einen entspannten Start in eine Woche voller Leben!

Erdbeerbowlezeit!

Bereit zum Genießen: Erdbeerbowle! Bild von Franzi.

Ich bin stolze Besitzerin von zwei großen Bowlegefäßen. Okay, sie werden meist nur einmal pro Jahr wirklich genutzt, aber dann bin ich immer glücklich, dass ich sie habe. Und am allerallerliebsten genieße ich aus ihnen frische Erdbeerbowle :).

Rezept:

Zutaten: Etwa 1 kg Erdbeeren (gewaschen, entstielt und halbiert), 1 Flasche trockener Weißwein, 1 Flasche trockener Sekt, 2-3 Liter Wasser mit Sprudel, etwa 3 Esslöffel Rohrzucker, etwa 200 ml Erdbeerlimes, Eiswürfel.

Zubereitung:

In einem großen Bowlegefäß Erdbeeren, Sekt, Wein und Rohrzucker miteinander kombinieren. Mit soviel Sprudelwasser aufgießen, wie man mag (weniger Wasser bedeutet natürlich mehr Alkohol ;)). Mit Eiswürfeln herunterkühlen.  Wenn die Bowle leerer wird, einfach mit Wasser (und wer mag Sekt) und Eiswürfeln wieder auffüllen, bis alle Beeren weggenascht sind.

Habt eine (feucht-) fröhliche Woche :)!

 

Aufbewahrungs-Idee: Ein Korb für meine Ohrringe!

Ein Körbchen für meine Ohrringe :). Bild von Franzi.

Bisher habe ich meine Ohrringe in einer Art Bilderrahmen aufbewahrt. Dort waren sie immer gut aufgehoben und auch schön sichtbar. Nach vielen Jahren war es jetzt aber Zeit für etwas Neues – der Bilderrahmen hatte ausgedient. Also musste ich mir eine Alternative überlegen.

Dann ist mir dieses kleine Gitter-Körbchen begegnet: In das Gittergeflecht lassen sich meine Ohrringe super einhängen. Zudem sieht es schick aus und ich sehe jederzeit, was ich an Ohrring-Auswahlmöglichkeiten habe :).

Habt eine wunderschöne Juni (!)-Woche!

P.S. Das ist natürlich keine Werbung. Den Korb habe ich alleine gefunden und bezahlt. Es eignet sich bestimmt auch jeder andere Gitter-Korb dafür :).

 

Auf meiner Playlist 5-18!

Wahnsinn – seit Wochen sind in Hamburg schon frühsommerliche Temperaturen. Mit der Gradzahl steigt die Laune. Das spiegelt sich auch in meiner Playlist diesen Monat wider. Was hört ihr denn gerade so?

Viel Spaß beim Reinhören!

In Between Stars von Eleanor Friedberger:

Ein Song voller Soul. Perfekt für warme Frühlingsabende.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=8SccdsY8tzo

 

God Save Our Young Blood von BØRNS feat. Lana Del Rey:

Durchtanzte Nächte und wilde Frühlingstage, daran muss ich bei diesem Lied denken (nicht, dass ich noch die Nächte durchtanzen würde… ;)). Dazu die melancholische, unverwechselbare Stimme von Lana Del Rey – großes Kino im 2018er Sound!

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=vUiE_0GPqKE

 

Make Me Feel von Janelle Monáe:

Eine tolle Prince Hommage, die im Ohr bleibt und trotzdem irgendwie anders klingt.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=tGRzz0oqgUE

 

Kurzgeschichte: Roter Jasmin


Bild von Franzi.

Frohe Pfingsten wünsche ich Euch :). Ich hoffe, Ihr genießt den freien Tag an der Sonne, zusammen mit Freunden oder Eurer Familie. Zur Feier des Tages teile ich heute zum ersten Mal eine meiner Kurzgeschichte mit Euch. Sie ist Ende letzten Jahres in einem Schreibkurs entstanden. Es geht um das Alter, um Einsamkeit und Kauzigkeit, genauso wie um die Familie.

Viel Vergnügen beim Lesen und habt eine wunderbare (kurze) Woche!

Das Telefon klingelt seit einer Minute. Rosalie versucht vergeblich, es zu ignorieren. Jeden Freitag um 16 Uhr läuft Roter Jasmin, Rosalies Pflichtprogramm. Wer sie kennt, weiß das und respektiert, dass sie in dieser Zeit nicht gestört werden will.

Rosalie flucht leise vor sich hin, erhebt sich schwerfällig vom Sofa und geht - ohne ihren Blick vom Fernseher abzuwenden - in Richtung des durchdringenden Geräusches. Am Apparat angekommen, nimmt sie kurz den Hörer ab und lässt ihn, den Blick noch immer fest auf den Fernseher gerichtet, sofort wieder auf die Gabel fallen.

Als sie endlich wieder auf ihr Sofa zurückgekehrt ist, atmet sie erleichtert durch, nimmt ein Schlückchen Tee und versinkt genüsslich in das Drama ihrer Lieblingsserie: Affären, Reitunfälle und ein Gutsherr, dessen Existenz vom ausschweifenden Lebensstil seiner Ehefrau bedroht ist. Ach, das ist genau das, was Rosalies Herz jetzt braucht.

Eine Woche später sitzt Rosalie wieder in ihrer bevorzugten Sofaecke, die Kissen gemütlich in den Rücken gestopft, vor sich eine Tasse Tee, im Fernseher Roter Jasmin.

Rrring, rrring. Das darf doch nicht wahr sein! Die ganze Woche schweigt dieses verdammte Ding, aber ausgerechnet jetzt bimmelt es. Rosalie schleppt sich zum klingelnden Telefon und drückt auf die Gabel.

Im Fernseher stehen ihre beiden Lieblingscharaktere gerade kurz vor ihrem ersten Kuss. Rosalie hält die Luft an, den Telefonhörer noch immer in ihrer Hand. Alles könnte sich verändern. Was wird aus den beiden und ihren Familien, wenn sie sich jetzt ihre Liebe eingestehen? Abspann. Fortsetzung folgt nächste Woche.

Rosalie knallt den Hörer zurück auf die Gabel. Wer ruft sie nur ständig zu dieser Unzeit an? Eine Frechheit ist das, einer alten Damen nicht einmal das kleine Vergnügen zu gönnen, in Ruhe ihre Serie sehen zu dürfen.

Rrring, rrring. Rrring, rrring. Das Traumpaar im Fernsehen hat gerade den eigentlich schon unvermeidbaren Kuss doch noch abwenden können - in dieser Sekunde erwacht das Telefon wieder zum Leben.

Rosalie verschüttet vor Schreck etwas Tee, der sich nun genüsslich durch das Spitzendeckchen zieht. Sie schnellt aus ihren Kissen hoch und stampft zum klingelnden Monsterapparat. Kurz überlegt sie, ob sie abnehmen soll. Nein, der Anrufer muss lernen, dass es so nicht geht. Rosalie drückt schnell die Gabel hinunter und legt den Hörer neben das Telefon.

In der Woche darauf hat Rosalie vorgesorgt: Der Hörer liegt neben dem Apparat, die Tischdecke ist gewaschen und der Tee dampft in der Porzellantasse. Diesmal wird sie niemand stören. Sie wird in Ruhe ihre Serie ansehen können.

Klingklang, klingklang. Die Haustürklingel läutet.

Rosalie drückt sich in ihre Sofaecke und schaltet auf Durchzug, die Augen fest auf das Geschehen von Roter Jasmin gerichtet.

Klingklang, klingklang. Zwanzig Minuten hält Rosalie durch. Der Besuch an der Haustür ebenfalls. Vor Wut schnaufend macht sich Rosalie auf den Weg zur Tür.

Sie öffnet und sieht vor sich ihre Enkelin Sonja stehen. „Was macht die denn hier?“, denkt Rosalie. „Sie meldet sich doch sonst nie...“

„Mensch Oma, endlich! Wolltest Du die Tür nicht öffnen oder hast Du die Klingel wirklich nicht gehört? Meine Anrufe nimmst Du auch nie entgegen.“

Rosalie hat keine Lust auf lange Erklärungen: „Komm schnell rein. Es läuft gerade Roter Jasmin.“ Mit einer grummeligen Kopfbewegung deutet sie in Richtung Wohnzimmer und stapft voraus, zurück in ihre Sofaecke.

Sonja setzt sich neben sie. Ihr Blick fällt auf den Telefonhörer, der neben dem Apparat liegt. Schweigend verbringen beide die nächste halbe Stunde.

Im Fernseher genießt die dekadent lebende Ehefrau des Gutsbesitzers ein Schäferstündchen mit dem Stallburschen ihres Gestüts.

Beim Abspann lächelt Rosalie zu Sonja hinüber: „Kennst Du die Serie?“

Sonja schüttelt den Kopf: „Ich hab sie heute zum ersten Mal gesehen. Gar nicht schlecht. Wie gehörte jetzt der Stallbursche zu dem adligen Nachbarn? Ist das wirklich der uneheliche Sohn?“

Rosalies Blick wird sanft: „Das ist eine lange Geschichte. Willst Du ein Stück Kuchen? Ich hole ihn schnell aus der Küche und erzähle es Dir.“

Eine Woche später stehen zwei Tassen Tee auf der Spitzentischdecke. Sonja ist diesmal von Anfang an dabei.

Michael Nast: Egoland!

©Bild: Franzi.

Eigentlich schreibe ich hier ja nur über Dinge, die mich inspirieren und glücklich machen. Nun ja, Egoland von Michael Nast hat mich vielleicht nicht glücklich gemacht, aber inspirierend war es dann irgendwie doch: Beim Prolog des Buches hat es mir den Atem verschlagen. So eine Wahnsinns-Grundidee verpackt in einen tollen Stil habe ich den Episoden-Schreiber Michael Nast nicht zugetraut. Eine Seite weiter war die Enttäuschung dann groß: Herr Nast kehrte zu seinem alten Ich zurück und schrieb vor allem … über sich selbst. Und über Berlin als eine Stadt voller Narzissten. Kurz gefasst: Super Idee, die Umsetzung ist leider ein Flop.

Idee des Buchs:

Ein junger Autor stirbt. Die Aufzeichnungen zu seinem nächsten Roman fallen einem befreundeten Autor in die Hände. Aus den Notizen und Mitschnitten des Verstorbenen entsteht „Egoland“, eine Geschichte voller Intrigen, inspiriert von realen Ereignissen im Leben des Toten.

Schauplatz der Geschichte ist Berlin, ihre Protagonisten sind Archetypen der „Generation Beziehungsunfähig“: Sie sind Narzissten und Egomanen, leben aneinander vorbei, rauchen, trinken und haben Sex. Wichtig ist ihnen nicht, wer sie sind, sondern wie sie von außen wahrgenommen werden. Diese digital-verseuchten Großstädter hängen an ihren Smartphones, als ginge es um ihr Leben. Ihre „Alles gut“-Mentalität kann langfristig jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass eigentlich gar nichts gut ist.

Anspruch des Buchs:

Michael Nast wird als Stimme der „Generation Beziehungsunfähig“ gefeiert. Hier versucht er sich das erste Mal an einem Roman, der einen Einblick in die Lebenswelt der Mittzwanziger bis Enddreißiger gibt: Ständig auf der Suche nach Bestätigung, ob im Job, der Liebe oder auf ihren Instagram-Accounts, verkörpern sie eine Generation unempathischer Egomanen.

Was ist toll an dem Buch?

Die Grundidee einer Geschichte in einer Geschichte ist wunderbar, verspricht Großes und macht Lust auf mehr. Der Prolog ist geheimnisvoll und so authentisch geschrieben, das man gar nicht anders kann, als nach dem Namen „Andreas Landwehr, Schriftsteller“ zu googeln.

Warum es sich trotzdem nicht lohnt, dieses Buch zu lesen:

Ab dem ersten Kapitel verschwindet leider jede Spannung: Der Plot wird langatmig und vorhersehbar.

Die Charaktere bleiben flach, austauschbar und voller Stereotypen. Es tauchen zu viele Namen auf, zu viele zu ähnliche Personen – man verliert leicht den Überblick.

Leider ist das Buch auch nicht gut lektoriert: Die 1. Auflage weist enorm viele Grammatik- und Rechtschreibfehler auf, die in ihrer Häufung nerven.

Schreibstil: Der bemüht-intellektuelle Anspruch von Herrn Nast endet häufig in Schlangensätzen oder Halbsätzen, die noch einmal erklären, was man zuvor bereits gelesen hat. Für Kolumnen mag das funktionieren. Ein Roman verzeiht diese Langatmigkeit und das Unvermögen, sich auf den Punkt genau ausdrücken zu können, leider nicht.

Es gibt wenig Raum für die Fantasie des Lesers: Obwohl die Protagonisten nur wenig Tiefe besitzen, gibt der Autor jeden ihrer Gedanken vor. Dem Leser wird damit nicht zugetraut, eigene Schlüsse aus dem Verhalten der Protagonisten zu ziehen. Damit schwillt das Buch auf über 400 Seiten an – für eine Geschichte, die auch gut (und vielleicht sogar besser) auf 200 Seiten gepasst hätte.

Habt einen inspirierenden Start in die neue Woche, die nicht nur fulminant beginnen, sondern auch genauso enden soll :)!

P.S. Diese Kritik ist bereits hier erschienen – ich bin schneller als Stephan durch das Buch gekommen und hatte mehr dazu zu sagen, weshalb ich ihm ausnahmsweise die Kritik für Vorablesen verfasst habe. Euch wollte ich sie aber auch nicht vorenthalten ;).

 

Spargelzeit: Zeit für Spargelsalat!

Frisch angerichtet: Spargelsalat mit Himbeeren. Bild von Franzi.

Endlich ist es wieder so weit: Spargelzeit! Ich liebe Spargel, weiß oder grün – völlig egal :). Und da es nicht jeden Tag Sauce Hollandaise geben kann, bringe ich mit Spargelsalat ein wenig frische Abwechslung in die Frühlingszeit.

Rezept:

Zutaten: 1 kg weißer Spargel (geputzt und geschält), 1 Avocado (gewürfelt), 400 g Himbeeren, 1 Handvoll Basilikumblätter (gehackt), 1 Schalotte (gehackt), Saft einer Orange, 2 EL Aceto Bianco, 1 EL Honig, 2 EL Olivenöl, 1 TL Vanillezucker, Salz, Pfeffer, Zucker.

Zubereitung:

Den Spargel für etwa 20 Minuten in Salzwasser mit einer Prise Zucker kochen, abtropfen und abkühlen lassen. In mundgerechte Stücke schneiden. Avokadowürfel, Spargel, Zwiebel, Basilikum und Himbeeren in eine Schüssel geben. Orangensaft darübergießen. Ein Dressing herstellen: Dazu Olivenöl, Honig, Aceto Bianco und Vanillezucker mixen. Mit Salz und Pfeffer würfeln und zu dem Salat geben.

Bon Appétit :)!

Page 2 of 145

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén