Dieses Jahr fand die Social Media Week Hamburg im schönen Altonaer Museum und in der University of Applied Sciences Europe statt. ©Bild: Franzi.

Die Social Media Week Hamburg ist jetzt schon fast zwei Wochen vorbei. Wie jedes Jahr teile ich auch diesmal gerne wieder meine Learnings dieser vollgestopften, inspirierenden und ja manchmal eben auch chaotischen Tage mit Euch:

Das Wort “Influencer” ist immer noch in aller Munde. Danke noch einmal an Ricarda und Clara dafür, dass sie in ihrem Vortrag den schönen Satz Influenza war damals noch eine Grippe” in den Raum geworfen haben. Mein Biologenherz hat laut geklatscht und sich gefreut, dass es endlich mal jemand ausspricht :).

Eine Sache habe ich allerdings doch noch zu diesem Unwort gelernt: Der Trend geht wohl weg von Influencern mit hunderttausend Followern. Dafür rücken jetzt eher die “kleinen” Blogger und Instagramer mit weniger Followern, aber mehr regionaler Ausrichtung, in den Fokus der Marketingfirmen. Die sind einfach echter und schaffen damit auch mehr Vertrauen. Eigentlich logisch :).

Hier sind noch ein paar weitere schlaue Sätze, die ich an den drei Tagen der Social Media Week aufgeschnappt habe und gerne an Euch weitergeben würde:

Daniel Rehn über Trends im Social Media-Bereich:
“Es gibt einen Wertewandel: Von “Social” zu “Emotional” Media. Emotionalisierung und Empörung sind viel präsenter  als das Soziale. Also empört Euch – Empörung ist die Web-Währung mit dem höchsten Wechselkurs.”

Conny Dethloff zum Thema Facebook-Debatten mit Haltung führen:
“Das Schreiben zwingt, streng zu werden, mit dem eigenen Denken.”

Bruno Kollhorst zur Zukunft des digitalen Marketings:
“Sprache ist das Natürlichste, was der Mensch zur Kommunikation hat. Die Zukunft liegt im Voice Marketing.”

Zum Thema ‘Wieviel Individualität geht in der Gemeinschaft?’:
Es ist oft ein schwieriger Cut in den Sozialen Medien zwischen Dir als Privatperson und Dir als berufliche Person. Anja Greszik zur Verwendung von Klarnamen.

“Das was ich jetzt posten würde, würde ich mir das auf ein T-Shirt drucken lassen und damit losgehen? Ich zeige auf den Sozialen Medien nicht alles, was ich bin. Aber ich bin alles, was ich zeige. Stephanie Wagner

Berno Delius & Marius Bortolusso über die Filterblase Facebook:
“Das Filterblasen-Phänomen gab es schon immer. Früher hat man sich am Brunnen getroffen, später in der Dorfschänke. Es ist einem auf Facebook nur nicht bewusst.”

“Wir fallen immer noch auf den Mythos des offenen Netzes herein: Früher waren Redakteure die Gatekeeper über Inhalte. Heute sind diese Gatekeeper durch Algorithmen ersetzt. Maschinen bewerten News und wir tappen im Dunkeln.”

“Bei Facebook muss der User von einem Thema überzeugt werden, nachdem er aktiv gar nicht gesucht hat.”

“Journalisten müssen die eigene Filterblase verlassen, um dadurch schneller zu sein, als der Algorithmus.”

Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Start in die neue Woche. Mit vielen inspirierenden Zusammentreffen – offline und online :)!

P.S. Aufmerksame Leserinnen und Leser haben es bestimmt gemerkt: Dies hier ist mein allererster Eintrag auf My so-called Luck auf Deutsch. Seit 2011. Sehen wir es als Experiment. Leben heißt Veränderung und ich finde dieser Blog hat Veränderung gebraucht. Ach und hey, wie war das mit den regionalen Influenzas, äh Influencern? … Scherz beiseite, ich schau mal, wie es ankommt und dann sehen wir weiter. Ich freue mich auf Feedback!

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